Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt eine jährliche Inflation von zwei Prozent an und nennt das dann Geldwertstabilität. Deflation hingegen gilt als schlecht. Aber warum eigentlich?

Karrikatur des Weisen, Alten Mannes
Bild erstellt mit ChatGPT

Als Hauptgrund wird von Wirtschaftsexperten angeführt, dass das Investitionen verhindern oder zumindest herauszögern würde. Unternehmen würden hoffen, noch mehr zu sparen, wenn Preise noch weiter zurückgehen. Das ist aber nur in einer langanhaltenden deflationären Phase denkbar. In normalen Zyklen sollten diese Auswirkungen eher gering sein.

Durch Inflation aber werden Schulden allmählich aufgefressen. Geld, das ich heute aufnehme, lässt sich also mit immer weniger Aufwand tilgen. Unternehmen müssen aber aufpassen. Es gibt strenge Regeln, ab wann sie als überschuldet gelten und schlimmstenfalls Konkurs anmelden müssen. Sie sind also vorsichtig. Gegebenenfalls wird die Schuldenquote reduziert, zumindest dann, wenn ein Unternehmen vorausschauend agiert.

Anders der Staat. Der kann nicht (zumindest nicht ohne weiteres) Pleite gehen. Schuldenberge türmen sich immer weiter auf und die daraus resultierenden Zinsen lassen sich nur über stetigen Kaufkraftverlust auffangen.

Letztendlich ist der Staat der einzige Beteiligte, der von Inflation profitiert. Hinterfragt wird das selten. Vielleicht sollten wir jetzt damit anfangen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert