Das Teilweise Ende der Mitversicherung des Ehepartners sei „gelebte Frauenpolitik“, verlautete doch jüngst Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Auch das steuerliche Ehegattensplitting steht immer wieder auf der Kippe, wie auch die Hinterbliebenenrente.

Alles, damit Frauen den Weg der Gleichberechtigung gehen und das zuhause bleiben für sie sich einfach nicht mehr lohnt. Denn dann hat man steuerlich keine Vorteile und keine Altersvorsorge mehr und die Krankenkasse wird für den Ehepartner teurer. Wer von dieser Politik aber mit Sicherheit profitiert ist der Staat, der bei Gesundheits- Altersvorsorgekosten entlastet und mit Steuermehreinnahmen belohnt wird.
Warum wendet der Staat dieses Modell nicht auch bei Unternehmen an. Jede Abteilung wird separat besteuert. Sicher, das machte das Steuersystem und Unternehmensstrukturen noch komplexer und die deutsche Wirtschaft ginge schnell endgültig in die Knie. Deshalb käme niemand auf diese Idee. Warum aber sieht man das bei der Familie, die lange erfolgreiche kleinste Wirtschaftseinheit, anders? In einer Demokratie kann ich mir meinen Lebensweg selbst bestimmen. Wer Vermögen hat, kann das noch immer tun. Geringer verdienende Bevölkerungsgruppen brauchen dafür aber staatliche Unterstützung, in dem der oder die, die zuhause den Rücken frei hält, bei Krankheit, Tod etc. ohne Versorgung da steht.
Es geht gar nicht so sehr um Kindererziehung und auch nicht um das Klischee der Hausfrau. Wenn eine Frau Karriere macht, kann genauso der Mann zuhause bleiben und der Frau den Rücken frei halten. Haushalt und Kindererziehung sind da nur ein kleiner Teil. Es geht um viele weitere Assistenz- und „Management“-Funktionen, in besseren Kreisen mit Family Office benannt, die so auch von „normalen“ Familien abgedeckt werden können. Denn auch hier werden die Anforderungen immer größer; ich will hier nur die Altersvorsorge nennen. Das ist okay, wenn so etwas einvernehmlich angegangen wird und beide Partner gleichberechtigten Zugriff auf alle Einnahmen haben. Auch dieser Gedanke ist nicht neu, meine Eltern haben das ihr ganzes Eheleben lang so gehalten. Vielleicht bin ich hier etwas verwöhnt.
Lassen wir es wieder zu, das von der Familie gestützte selbst bestimmte Lebensmodell. Damit werden Familien wieder attraktiver, viele Menschen erfolgreicher und (hoffentlich) zufriedener und entspannter. Ob und wie man Karriere macht, so zusagen ob allein oder im einvernehmlichen Tandem, sollte jedem selbst überlassen sein.
