In seiner Neujahrsbotschaft zum Start in das Jahr 2026 verbindet Landtagsvizepräsident a.D. Karl Freller (CSU) einen dringenden Appell für demokratische Stabilität mit dem Wunsch nach mehr menschlicher Gelassenheit. Angesichts globaler Unruhen und der bevorstehenden Kommunalwahlen mahnt Deutschlands dienstlängster Abgeordnete dazu, im Großen wie im Kleinen Verantwortung zu übernehmen.
„Ein bewegtes Jahr liegt hinter uns, und wir spüren alle: Die Welt ist unruhiger geworden. Diese Wellen schlagen bis zu uns nach Bayern durch“, so Freller in seiner Stellungnahme zum Jahreswechsel. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, griff Freller auf ein Zitat von Mutter Teresa zurück: „Peace begins with a smile – Friede beginnt mit einem Lächeln.“

Haltung zeigen gegen Hass und Hetze
Natürlich könne man Kriege nicht einfach „weglächeln“, räumte der Abgeordnete ein. „Aber wären sie entstanden, wenn nicht Machtgier, Hass und Hetze ihre Ursache gewesen wären? Wenn doch nur das Denken ihrer Verursacher vom Willen zum Frieden, von Völkerverständigung und Nächstenliebe bestimmt wäre“, fragte Freller. Er erinnerte an die Taube als biblisches Symbol für Hoffnung und Neuanfang – ein Symbol, das die Welt in den aktuellen Kriegsgebieten dringender denn je brauche.
Stabilität in den Rathäusern sichern
Diesen Wunsch nach Frieden und Hoffnung verknüpfte Freller direkt mit der politischen Verantwortung vor Ort. „Ich bin jetzt seit über 40 Jahren in der Politik und habe viele Krisen kommen und gehen sehen. Eines habe ich dabei gelernt: Bayern ist stark, weil unsere Wurzeln stark sind und wir zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.“ Doch dieser Zusammenhalt sei kein Selbstläufer, warnte Freller mit Blick auf den 8. März 2026. „Er wird dort entschieden, wo wir leben: in unseren Städten und Gemeinden.“ Bei den anstehenden Wahlen der Kommunalparlamente, Bürgermeister und Landräte dürfe man keine Risiken eingehen. „Ich bitte Sie eindringlich: Nehmen Sie diese Wahl nicht auf die leichte Schulter. Gerade jetzt brauchen wir in den Rathäusern keine Experimente und keine Spalter, sondern Stabilität und Erfahrung. Demokratie beginnt vor der Haustür.“
Mit der „Leichtigkeit des Seins“ ins neue Jahr
Trotz der ernsten politischen Lage richtete Karl Freller auch sehr persönliche Wünsche an die Bürgerinnen und Bürger. Für das Jahr 2026 wünsche er allen eine gewisse „Leichtigkeit des Seins“, die sich aus guter Gesundheit, selbstbewusster Gelassenheit und menschlicher Großzügigkeit zusammensetze. „Wir haben hier in Franken und Bayern alles, was wir brauchen, um auch diese Zeiten zu meistern“, zeigte sich Freller optimistisch. Er selbst starte „hochmotiviert in die zweite Hälfte der zwanziger Jahre“ und bedankte sich ausdrücklich für das gute Miteinander und die erfahrene Unterstützung im vergangenen Jahr. Sein abschließendes Motto für 2026: „Packen wir’s an!“ -ej-
