Meine letzte Kolumne löste überraschend viele Reaktionen aus. Ich sähe die Expertenmeinung zur Deflation viel zu einseitig, so ein immer wieder gelesener Vorwurf. Auch der Konsum würde in einer Deflation massiv leiden, weil Konsumenten ihr Geld auf den Sparkonten in Erwartung weiterer Kaufkraftsteigerung parken würden statt es auszugeben. Der Schaden, den eine Deflation anrichte, sei also wirklich enorm.

Karrikatur des Weisen, Alten Mannes
Bild erstellt mit ChatGPT

Wo aber ist der Unterschied zu heute. Auch heute ist die Kauflaune im Keller. Verbraucher halten ihr Geld zusammen, weil die Zukunft unsicher geworden scheint, obwohl der Wert der Ersparnisse Stück für Stück zusammen schmilzt.

Was ist schlimmer? Ich weiß es wirklich nicht, genauso wenig, ob das Geld in einer Deflation wirklich langfristiger geparkt wird. Denn ich fühle mich reich, ich kann mir etwas leisten – und das wollen viele von uns auch zeigen.

Unter dem Strich bleibt meine Einschätzung die Gleiche, die einzigen, die von einer Inflation profitieren – und sei sie noch so gering – sind die Regierungen, die so versuchen ihre ausufernden Schulden zumindest ein wenig unter Kontrolle zu halten.

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