Man hatte sich für das im Schnitt doch erfreulich junge Fan-Publikum vor dem richtungsweisenden Wochenende einiges einfallen lassen: am ersten Advent-Wochenende wurden vor den Drittliga-Heimspielen der Donau Volleys Regensburg gegen Zschopau und Grafing Glühwein und Bratwurstsemmel gereicht, am Samstagabend hatten diejenigen, die Eintrittskarten für das Wochenende gelöst hatten, freien Eintritt in einem angesagten Regensburger „Club“. Den Verantwortlichen wurde es aber erst am Sonntagabend so richtig warm ums Herz, als feststand, dass sechs Punkte in der Domstadt bleiben.

Unterschiedlicher hätten die Vorzeichen vor den beiden Heimspielen der Donau Volleys nicht sein können. Am Samstagabend hieß der Gegner VC Zschopau, Tabellenvorletzter aus Sachsen mit bislang wenigen Satzgewinnen, während am Sonntagnachmittag der unbesiegte Tabellenführer TSV Grafing aus dem Oberbayerischen anfuhr. Dementsprechend war der Zuschauerzuspruch am Vorabend des Spitzenspiels noch zurückhaltend, diesen wurde aber einiges geboten. Schnell stand es in Sätzen 2:0 (25:15, 25:22), eine kurze Konzentrationsschwäche im dritten Satz (21:25) machte dann aber Satz vier erforderlich, in dem die Regensburger allerdings keinerlei Zweifel daran ließen, dass drei Punkte vor Ort bleiben sollten: 25:6 war das auf diesem Niveau selten zu sehende Ergebnis.

Nur kurz gab es fragende Gesichter am Samstag gegen Zschopau – mit der Nr. 4 Michael Brunner, der später zum „Spieler des Tages“ berufen werden sollte.

Damit war die Voraussetzung geschaffen für ein echtes Spitzenspiel der durch den Sieg bis auf einen Punkt an den begehrten dritten Platz – der zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde – herangerückten DVR und dem bis dato ungeschlagenen Tabellenführer, dem zugegebenermaßen aber auch ein hart umkämpfter, am Ende aber klarer 3:0-Derbysieg gegen den VCO München in den Knochen steckte. Und tatsächlich hatten die Regensburger hier vor vollem Haus in der Clermont-Ferrand-Halle wieder einen starken Start, machten da weiter, wo sie am Vorabend aufgehört hatten. Nach kaum 45 Minuten Spielzeit lag die Mannschaft von Trainer Szabolcs Beregszászy und „Co“ Markus Pielmeier gegen den Favoriten mit 2:0 (25:16, 25:19) in Front. Dass der dritte Satz (17:25) an die Gäste ging, war für diese schon fast als notwendiger Akt der Gesichtswahrung zu verstehen. Im vierten, hart umkämpften und hochklassigen Abschnitt waren es dann aber wieder die Oberpfälzer, die das Moment auf ihrer Seite hatten: groß war der Jubel der etwa 300 begeisterten Anhänger, von denen viele vor Jahresfrist noch weite Fahrten auf sich nehmen mussten, um Volleyball auf diesem Niveau live miterleben zu können, als ein Aufschlag der Gäste zum 25:20 im Netz hängen blieb. Es hatte an diesem Tag einfach alles gepasst.

Nun stehen die Donau Volleys, die das Logo des EUROjournals seit dem Saisonstart im September erfolgreich durch bayerische, thüringische und sächsische Hallen tragen, zwar weiter auf Platz vier (19 Punkte), der Abstand zum Drittplatzierten VSV Jena (20) beträgt aber nur noch einen Zähler. An der Spitze haben die punktgleichen TSV Friedberg und TSV Grafing (je 23) die Plätze getauscht. Am nächsten Wochenende erwartet nun Jena den TSV Grafing, während am Sonntag ab 15 Uhr die Regensburger zu Gast in Friedberg sind. Ein vorentscheidender Spieltag im Kampf um die Play-off-Plätze. Geht es nach dem Willen von Sportvorstand Leo Fuß und seinen Mitstreitern soll es danach am 10. Dezember zum alles entscheidenden „Endspiel“ gegen den VSV Jena kommen.

Vom Leiter der Chefredaktion Prof. Dr. Wolfgang Otto

Zum Foto oben: Wer springt höher? Natürlich die Donau Volleys! Im Bild mit der Nr. 17 der „Spieler des Tages“ gegen Grafing, Kim Huber (Fotos: Otto).

Das EUROjournal ist stolzer Premiumpartner der Donau Volleys Regensburg

Ausgeglichene Bilanz der Donau Volleys

31.10.2022

Zum Abschluss der Hinrunde in der Drittliga-Vorrunde Ost mussten die Donau Volleys am Wochenende beim verlustpunktfreien TSV Grafing antreten. Ein Bus voller Anhänger der Regensburger sollte diese Herausforderung etwas ausgleichen helfen. Und tatsächlich: nach einem hart umkämpften ersten Satz führte die Mannschaft von Trainer Szabolcs Beregszászy vorübergehend mit 1:0, musste sich im Endeffekt aber auch den Oberbayern geschlagen geben (27:25; 17:25; 15:25; 17:25).

Mit ausgeglichener Bilanz – drei deutlichen Siegen gegen Schwaig II, Zschopau und München, aber auch drei verdienten Niederlagen gegen die favorisierten Teams aus Jena, Friedberg und Grafing – liegen die Donau Volleys nach der Hälfte der Vorrunden-Begegnungen auf Platz vier der Drittliga-Tabelle. Am 12. November kommt es zum nächsten Spiel gegen Tabellennachbar SV Schwaig II in der Clermont-Ferrand-Halle Regensburg.

Während die Herren II in der Landesliga Nord-Ost nach weiteren Siegen am Wochenende gegen den BSV Bayreuth 98 mit 3:0 (25:18; 25:19; 25:10) und den VC Hirschaid mit 3:1 (25:15; 25:17; 22:25; 25:19) weiter mit weißer West dastehen, warten die Landesliga-Damen der Donau Volleys nach dem 0:3 (16:25; 19:25; 17:25) beim TV Furth i. W. weiter auf ihren ersten Erfolg. Auch hier stehen die nächsten Partien am übernächsten Wochenende an. -wo-

Erste Niederlage für Donau Volleys Regensburg

8.10.2022

Ihre erste Saison-Niederlage im vierten Match mussten die Donau Volleys Regensburg am Samstagabend gegen den bayerischen Drittliga-Konkurrenten TSV Friedberg hinnehmen. Gegen den zweifellos stärksten Gegner der bisherigen Runde setzte es eine 1:3-Niederlage (23:25, 15:25, 25:22, 20:25). So klar, wie es das Ergebnis glauben machen lässt, war es allerdings nicht. Nach einem 0:2-Satzrückstand und dem ersten Satzgewinn der Regensburger, bei denen Luis Grossmann zum „wertvollsten Spieler“ gewählt wurde, stand die Partie im vierten Satz auf Messers Schneide, die Gäste aus Schwaben hatten bei teils begeisternden Spielzügen jedoch immer wieder das glücklichere Ende für sich. Nun folgt am nächsten Samstag das Auswärtsspiel beim VSV Jena, das erneut ein echter Gradmesser zu werden verspricht: wie DVR haben die Thüringer klare Erfolge gegen München und Zschopau (je 3:0) gefeiert und ebenso gegen Friedberg (2:3) verloren.

Während die Landesliga-Mannschaften am letzten Wochenende spielfrei waren, empfangen die bislang punktlosen Damen I am 15. Oktober ab 14 Uhr den BSV Bayreuth und den SV Hahnbach II zum Doppelspieltag in der Clermont-Ferrand-Halle. Erst am 30. Oktober treten die Herren II selben Orts wieder in den Pflichtspielbetrieb ein. -wo-

Erfolgreicher Auftakt der Donau Volleys

01.10.2022

Die Drittliga-Herren der Donau Volleys Regensburg haben auch ihr drittes Punktspiel Verlustsatz frei gewonnen. Nach den Siegen in Schwaig und gegen den VCO München mussten am Wochenende die gastgebenden Sportfreunde des VC Zschopau die Überlegenheit der Oberpfälzer anerkennen. Wieder gelang ein souveräner 3:0-Erfolg (25:22, 25:23, 25:17) für die Mannschaft von Trainer Szabolcs Beregszászy, dessen Außenangreifer Kilian Grobbink zudem zum Spieler des Tages gewählt wurde. Mit neun Punkten und 9:0 Sätzen stehen die Donauvolleys damit nach drei Spieltagen auf Platz eins der 3. Liga Ost. Nun blickt man erwartungsfroh dem nächsten Heimspiel in der Clermont-Ferrand-Halle am Samstag um 18.30 Uhr entgegen, wo mit dem TSV Friedberg ein echter Gradmesser zu Gast sein wird.

Erfreulich gestaltete sich auch der erste Spieltag für die Herren II in der Landesliga Nordost, wo die von Leo Fuß betreute Mannschaft mit 3:0 (25:14, 25:21, 25:19) gegen den SC Memmelsdorf II siegte. Das ebenfalls in der Landesliga antretende und von Björn Kuchenmüller gecoachte Damen-Team der DVR musste hingegen zum Auftakt zwei Niederlagen gegen TB/ASV Regenstauf II 0:3 (17:25, 12:25, 16:25) und TV Vohenstrauß 1:3 (28:26, 15:25, 14:25, 22:25) hinnehmen. -wo-

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