Der Neujahrsempfang der IHK Frankfurt am Main ist jedes Mal ein besonderes Ereignis, nicht zuletzt wegen der herausragenden internationalen Bedeutung des Standorts etwa als Finanzzentrum, Verkehrskreuz und nicht zuletzt Datenhub. Auch in diesem Jahr waren wieder rund 1500 Vertreter der regionalen Wirtschaft der Einladung in das Gebäude der Kammer gefolgt, das sie sich mit dem alten Handelssaal der Deutschen Börse teilt.

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IHK-Präsident Ulrich Caspar verwies darauf, dass Deutschland und insbesondere die Metropolregion immer noch ein hochattraktiver Standort sei. Nicht zuletzt Frankfurt als europäischer Finanzplatz genieße weltweit ein hohes Renommee. Aber auch die Kreativwirtschaft der Mainmetropole könne im globalen Vergleich absolut an der Spitze mitspielen. „Vielleicht sollten wir dann und wann einmal unsere Frankfurter Zurückhaltung überwinden und offensiver in die Welt hinaustragen, wie gut es eigentlich ist, hier zu leben und zu wirtschaften. Auch wenn Frankfurt zu den kleinsten Weltmetropolen zählt, können wir mit Fug und Recht behaupten, Frankfurt und die Region bilden eine großartige Weltmetropole.“
Boris Rhein, Ministerpräsident des Landes Hessen, sagte: „Seit Jahrzehnten sind hessische Unternehmen Wachstumsmotor für ganz Deutschland. Doch die Zeit der Komfortzonen ist vorbei: Wir erleben eine Wiederkehr von Krisen und Kriegen, einen veritablen Zoll- und Handelskonflikt und große Transformationsprozesse. Um das wirtschaftliche Wachstum in diesen turbulenten Zeiten wieder anzukurbeln, müssen wir Deutschland resilienter und souveräner machen.“
Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, erklärte der Stadt stünde ein aufregendes Jahr bevor: „Im Frankfurter Westen stehen mit den Projektstarts von Sanofi und Vulcan Energy wahre Leuchtturmprojekte an. Außerdem eröffnen wir das neue Terminal 3 am Flughafen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist noch einmal auf 651.000 Personen gestiegen. Die Messe Frankfurt wächst weiter international aber vor allem am Heimstandort in unserer Stadt. Die Frankfurter Wirtschaft ist weiterhin ungebrochen stark und entwickelt sich.“
Dass die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit trotz der optimistischen Ausblicke in den Festreden Auswirkungen auch in dieser Region hat, zeigte sich beim anschließenden Networking. Viele bei den Gästen liebgewonnene Angebote, die den Empfang oft bis in die frühen Morgenstunden ausdehnten, gab es in diesem Jahr erstmals nicht mehr. Im kommenden Jahr soll es zu weiteren deutlichen Einsparungen kommen, hörte man hinter vorgehaltener Hand.
