Bei Kunstmesse denkt man an große Messehallen. Der Ibiza Art Fair, der in diesem Jahr vom 10. bis 27. September stattfand, ist ganz anders. Der Hauptort ist das alte Pulvermagazin in der Festung über der Stadt. Es Polvori wurde in einen Kulturort umgewandelt, für eine Messe eher klein, aber dafür mit sehr viel Atmosphäre. Die ausgestellte Kunst tritt unmittelbar in Austausch mit dem Besucher.

Zu sehen gab es über 300 zeitgenössische Originalwerke von mehr als 70 nationalen und internationalen Künstlern und Galerien, neben Gemälden, waren das Skulpturen, Fotografien, aber auch digitale Kunst. Viele der Künstler waren im Verlauf der Messe angereist und stellten ihre Werke selbst vor.
Am Hauptstandort fand man allerdings davon nur einen Ausschnitt. Denn neben dem Pulverturm wurde auch noch 1742, ein Galerierestaurant auf fünf Etagen in direkten Nachbarschaft zur Inselkathedrale, bespielt. Neben der Kunst, die freilich nur nach Voranmeldung und in Begleitung der langjährigen Kuratorin, der Wiener Galeristin Adrina Peterova (Art Gallery Adriana) besichtigt werden konnte, gab es exklusive Dinner und andere Kulturevents für ein handverlesenes Sammlerpublikum.

Wenn es nach Petrova geht, werden ab nächstem Jahr weitere lokale Galerien in die Messe eingebunden – wie es schon einmal, vor Corona, der Fall war. -db-
